Mädchen mit Phiole in der Hand

Mit MINT in die Zukunft!

Die Entscheidung, welchen Ausbildungsweg Mädchen und junge Frauen einschlagen möchten, ist für das spätere berufliche Leben bestimmend.

Die Gründe, warum Mädchen und junge Frauen sich gegen zukunftsweisende Ausbildungswege mit der Chance auf mehr Gehalt und Karriere entscheiden, sind vielfältig und reichen von klassischen Rollenbildern und den damit verbundenen Vorurteilen bis hin zu fehlenden Vorbildern und Netzwerken.

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Mädchen und Frauen sind in diesen zukunftsweisenden Branchen nach wie vor unterrepräsentiert und damit nutzen sie die Chancen von gut bezahlten Branchen wie der MINT-Branche nicht voll für sich. So liegt der Studentinnen-Anteil in MINT-Fächern bei 34 % an Universitäten, bei 23 % an Fachhochschulen und nur bei 12 % bei Maschinenbau und Metallverarbeitung. Darum ist es von großer Bedeutung, alle Möglichkeiten im Auge zu behalten – so auch den Bereich der MINT-Fächer.

Das Bundeskanzleramt fördert aktuell Projekte, die MINT-Themen und MINT-Ausbildungen für Mädchen und Frauen aller Altersstufen zugänglich machen und ihren Selbstbestimmungs-Prozess unterstützen sollen.

Damit soll erreicht werden:

  • Stärkung der Selbstbestimmung und ökonomischen Unabhängigkeit von Frauen durch das Aufbrechen geschlechtsspezifische Rollenbilder - insbesondere bei der Bildungs- und Berufswahl.
  • Mehr Mädchen und junge Frauen für den MINT-Bereich durch Role Models und gezielte Informationen zu begeistern und ihnen damit vielfältigere beruflichen Möglichkeiten, höhere Einkommensaussichten und Karriereperspektiven zu eröffnen.
  • Erhöhung des Frauenanteils in bislang männerdominierten Bildungs- und Berufsbereichen, um die Einkommens- und Geschlechtergleichstellung am Arbeitsmarkt der Zukunft weiter zu forcieren.

Dafür muss idealerweise schon im Kindergartenalter angesetzt werden, um spielerisch das Interesse von Mädchen an für sie „atypisch“ geltenden Themen zu wecken, zu festigen und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Insbesondere im Jugendalter orientieren sich viele Mädchen an ihre besten Freundinnen. Das kann zur Folge haben, dass trotz vorhandenem Interesse, Fähigkeiten und guter Schulnoten etwa in Mathematik oder naturwissenschaftlichen Fächern von einer weiterführenden naturwissenschaftlichen oder technischen Ausbildung abgesehen wird. Die geförderten Projekte sollen daher Mädchen dazu animieren, auch „atypische“ Interessen weiter zu verfolgen. Im Erwachsenenalter können frauenspezifische Weiterbildungsangebote dazu beitragen über (neue) Berufswege unter anderem im MINT-Bereich zu informieren oder bereits eingeschlagene Karrierewege zu festigen.

Die ausgewählten Projekte laufen noch bis 31. Dezember 2022 und bieten ein vielfältiges Programm für Mädchen und junge Frauen wie zum Beispiel:

  • MINT YOUR FUTURE (FH OÖ)
    Die FH OÖ möchte 15 bis 19-Jährige Mädchen für MINT-Fächer via Testimonials und Role Models begeistern. Informations- und Sensibilisierungsarbeit für Eltern- und Bildungspersonal findet auch mittels Workshops statt.
  • Fem in Tech – Weil du es kannst! (TU Graz)
    Die TU Graz will 16 bis 19-Jährige Mädchen für MINT-Berufe durch Aufbau eines Botschafterinnen-Teams von ausgebildeten Studentinnen begeistern. Die Informations- und Sensibilisierungsarbeit erfolgt durch die Botschafterinnen, die in verschiedenen Social-Media-Kanäle von „Fem in Tech“ agieren und die Messe- und Infostände betreuen.
  • Think MINT! Mädchen wollen Wissen (Science Pool)
    Science Pool bietet eine Vielzahl von Workshops und Tutorials an Schulen und Kindergärten an, um das Interesse an Mint-Fächern für Mädchen zu wecken und an eine MINT-Ausbildung heranzuführen. Das Angebot von Science Pool beinhaltet auch ein virtuelles Science Center auf der Homepage, wo man sich zu MINT-Berufen informieren und inspirieren lassen kann.
  • Frauen@IT (Verein Frauenarbeit Steyr)
    Der Verein Frauenarbeit Steyr hat sich mit dem Projekt Frauen@IT zum Ziel gesetzt die Sichtbarkeit und Vernetzungsmöglichkeiten von Frauen in IT-Berufen zu erhöhen und dadurch die Aufstiegs- und Karrierechancen zu verbessern. Es werden Workshops mit Role-Models zu den Themen wie berufliche Orientierung und Stärkung der Kommunikationsfähigkeit veranstaltet. Zusätzlich finden Netzwerktreffen statt, um Erfahrungen auszutauschen.
  • MINT-Durchstarterinnen-Portal (Fachhochschule Oberösterreich)
    Das Projekt der Fachhochschule Oberösterreich trägt mit Hands-On-Workshops in Schulen dazu bei Rollenbilder aufzubrechen und Mädchen zwischen 15-19 Jahren für MINT-Fächer zu begeistern. Zusätzlich inspiriert und ermutigt das Projekt mit weiblichen Role-Models und zeigt damit auf, was man als Frau im MINT-Bereich alles erreichen kann.

Mit Let’s empower Austria (LEA) ist ein Rahmen für Initiativen und Maßnahmen geschaffen, um veraltete Stereotypen aufzubrechen, Potentiale zu entfalten und Wahlfreiheit zu ermöglichen. LEA hat es sich zum Ziel gemacht, frauenspezifische Anliegen in allen Gesellschaftsbereichen voranzutreiben, die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen und Mädchen zu stärken und somit zur tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beizutragen.

Ziel ist es, sowohl auf individueller als auch institutioneller Ebene, Maßnahmen zu definieren und umzusetzen. In Kooperation mit privaten wie öffentlichen Organisationen werden Rahmen­bedingungen verbessert, um Frauen in allen Lebensbereichen zu stärken und ihnen unterschiedliche Lebens­wege und Berufs­modelle zu ermöglichen.

Weiterführende Links:

IHS Projektbericht_MINT an öffentlichen Universtitäten, FH sowie am Arbeitsmarkt

Seite wechseln Webseite verlassen